Die Merino Competition Cool Serie ist die Sommervariante der bestens bewährten Merino Competition Serie von Ortovox. Der große Unterschied liegt im Materialmix der Funktionsunterwäsche. Als zusätzliches  Element kommt die Naturfaser Tencel zum Einsatz. Wir haben die Unterwäsche als Kombi von T-Shirt und Boxershorts getestet.

Aufwändiger Materialmix mit Tencel als eingebautem Kühlelement

Im Winter haben ja bereits die Merino Competition Unterwäsche getestet, die uns hervorragend besonders für bewegungsintensive Aktivitäten gefallen hat. Die Merino Competition Cool Serie ist die Sommervariante. Sie ist zum einen mit 140g/m2 dünner und zum anderen, und das ist der Hauptunterschied, hat sie zusätzlich einen Anteil von 27% Lyocell, besser bekannt unter dem Markennamen Tencel. Tencel ist eine natürliche Zellulosefaser, der als Grundstoff Eukalyptusholz dient. Das klingt erstmal etwas erstaunlich, rechnet man doch nicht damit, dass ausgerechnet Eukalyptusholz besonders nachhaltig gewonnen und verarbeitet werden kann. Doch das Gegenteil ist der Fall. Das Holz für die Herstellung der Tencel-Faser wird auf FSC-zertifizierten Holzfarmen in Südafrika angebaut. Eukalyptus hat einige Vorteile: Es wächst erstaunlich schnell, es benötigt keine künstliche Bewässerung und es ist nicht genmanipuliert. Die Ökobilanz ist im Vergleich mit beispielsweise Baumwolle hervorragend. So benötigt man zur Herstellung eines Baumwollshirtes rund 6m2 Boden. Aus dem gleichen Platz werden dagegen 10! Shirts aus Tencel gewonnen. Das ist schon sehr beeindruckend. Tencel ist außerdem wie Merinowolle geruchsneutral, thermoregulierend sowie sehr weich. Und um wirklich alle positiven Aspekte von Tencel zu erwähnen: Auch der Produktionszyklus ist extrem nachhaltig: Es wird außer dem Holz und Wasser nur noch ein Lösungsmittel zur Herstellung benötigt. Dieses Lösungsmittel widerum lässt sich zu fast 100% wieder zurückgewinnen, so dass fast keine Schadstoffe die Natur belasten. Das alles passt natürlich hervorragend zu den Eigenschaften der Merinowolle, weshalb Ortovox die beiden Fasern zusammengeführt hat. Zusätzlich zu Tencel und Merinowolle wird auch in der Competition Cool Serie ein 44%-Anteil Polyamid und 2% Elasthan verarbeitet. Diese Mischung aus mehr als 50% Naturfaser und dem Rest Kunstfaser soll also für eine hocperformante Unterwäsche sorgen, die perfekt bei wärmeren Temperaturen funktionieren soll.

Bodymapping 

Ortovox setzt auch bei der Merino Cool Serie auf eine aufwändige Bodymapping-Konstruktion mit unterschiedlichen Materialkombinationen und Strickstrukturen. Damit soll eine optimale Passform und Langlebigkeit garantiert werden. An den Stellen, wo es auf höchste Atmungsaktivität ankommt ist das Gewebe offener gestrickt, wo es mehr auf Wärmerückhalt oder auch Robustheit ankommt, werden dichtere Strickstrukturen verwendet. Auch die Kombination der Materialien ist entsprechend unterschiedlich.

Aufwändiger Materialmix im Bodymapping-System

Aufwändiger Materialmix im Bodymapping-System

Die Praxis

Wie funktioniert das alles nun in der Praxis?

Zum Testen habe ich eine Kombi aus T-Shirt und Boxer benutzt.
Der Stoff fühlt sich beim ersten Anfassen schon mal sehr weich an. Angezogen sitzt das Shirt wie eine zweite Haut, der Schnitt ist sehr athletisch enganliegend. Unangenehm ist das aber gar nicht, das Material ist sehr stretchig und engt nicht ein. Typisch für Ortovox ist die Länge, auch die Merino Cool Serie ist lang genug geschnitten. Unter einem Rucksack getragen rutscht es nicht nach oben und bleibt, wo es sein soll.

Der lange Schnitt sorgt dafür, dass alles bleibt, wo es hingehört

Der lange Schnitt sorgt dafür, dass alles bleibt, wo es hingehört

Was recht schnell auffällt, ist die kühlende Wirkung des Materials. es ist wirklich erstaunlich, bei kühleren Temperaturen wird es fast schon etwas fröstelig, solange man noch nicht in Bewegung ist. Die Tencel-Faser scheint ihrem Ruf also wirklich gerecht zu werden. Dieser Effekt ist bei wärmeren Temperaturen nicht ganz so stark zu bemerken. In Bewegung merkt man gar nicht, dass man eine Funktionswäsche am Leib hat. Und das ist eigentlich das beste Zeichen überhaupt. Denn egal, wie lange man läuft, ob mit Rucksack oder ohne, das Körpergefühl ist immer vollkommen ausgeglichen und man fühlt sich eigentlich nie zu warm oder zu kalt. Selbst wenn man ordentlich durchgeschwitzt ist merkt man kaum, dass man ein Funktionsshirt trägt.
Die Kombination aus Merinowolle, Tencel und Kunstfaser sorgt für ein wirklich angenehmes Gefühl, dazu kommt die perfekte Passform und der ausgeprägte Stretch des Materials. Feuchtigkeit wird vom Material bis zu einem gewissen Grad absorbiert, wenn man sich weniger stark bewegt setzt sehr schnell der Trockungsprozeß ein, so dass die Wäsche in der Regel direkt am Körper trocken werden kann.

Auch die Strickart unterscheidet sich nach Lage im Bodymapping-System

Auch die Strickart unterscheidet sich nach Lage im Bodymapping-System

Fazit

Die Merino Competition Cool Kollektion ist extrem gut gelungen. Die Mischung aus unterschiedlichen Materialien verbunden mit dem hervorragenden Schnitt sorgt für pures Wohlbefinden. Mich hat am meisten die tatsächlich kühlende Eigenschaft von Tencel beeindruckt, auch bei warmen Temperaturen und anstrengenden Aktivitäten habe ich mich nie überhitzt gefühlt. Auch ein klammes Gefühl nach starkem Schwitzen konnte ich nicht feststellen. Absolut gelungen und ein ganz heißer Tipp für alle Aktivitäten im Sommer! Aber genauso auch für Skitouren im Frühjahr, wenn es schon etwas wärmer wird.

Erhältlich ist die Merino Competition Cool Serie für Damen und Herren, als T-Shirt, Longsleeve und Tank Top.

Text & Fotos: Guido Schwarz

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