Die Synmats von Exped haben die Schlafmattenwelt seinerzeit kräftig aufgemischt, nie zuvor gab es so bequeme, warme und trotzdem leichte Matten. Mittlerweile gibt es die Synmats für jeden Einsatzbereich und ganz neu ist jetzt die Hyperlite-Kategorie, bei der Gewicht und Packmass nochmals drastisch reduziert wurden bei gleichbleibender Wärmeleistung.
Wir haben die Synmat Hyperlite ganz genau unter die Lupe genommen und natürlich ausführlich probegeschlafen.

Die Konstruktion

Die Synmats sind mit einem Mikrofaser-Vlies gefüllt, dem Texpedloft von Exped. Je nach Einsatzbereich entweder mit 60g, 160g oder 200g/m2. Die Hyperlite-Variante ist natürlich mit der kleinsten Füllmenge ausgestattet, nämlich 60g/m2. Das Vlies ist an Ober- und Unterseite des Außenstoffes anlaminiert, so dass es immer zuverlässig aufgebauscht wird. Zwischen den einzelnen Kammern befinden sich Stege, so dass die Füllung nicht durcheinander kommt.

Aufgeblasen wird die Synmat Hyperlite mit einem Flachventil, das mit einer Rückschlagklappe versehen ist. Luft kann also eingeblasen werden, aber zunächst nicht entweichen. Um die Luft abzulassen, steckt man am einfachsten das angehängt Entlüftungs-Stäbchen in das Ventil.

Das Ventil der Matte ist mit einem Rückschlagventil ausgestattet

Das Ventil der Matte ist mit einem Rückschlagventil ausgestattet

Die beiden äußeren Luftkammern sind etwas dicker konstruiert, so dass man nicht so leicht von der Matte rutschen kann. Die Matten besitzen eine konturierte Form, was zum einen natürlich der Gewichtsersparnis dient, zum anderen passen so zwei Matten Kopf an Fuss perfekt nebeneinander in ein kleines Zelt.

Die Hyperlite besitzt eine konturierte Form, die äußeren Luftkammern sind dicker

Die Hyperlite besitzt eine konturierte Form, die äußeren Luftkammern sind dicker

Das Außenmaterial ist wie auch bei den UL-Varianten ein 20D Polyester, es wurde also kein noch dünnerer Stoff verwendet, um noch mehr Gewicht zu sparen.

Geliefert wird die Matte mit einem kompletten Flickset, das mal wieder Exped-typisch in einem kleinen Zusatzbeutelchen, der fest im Packbeutel angenäht ist, verstaut ist. Damit ist ein Verlieren so gut wie ausgeschlossen und man hat das Flickset immer dabei und kann es auch nicht mehr vergessen.

Die Praxis

Der R-Wert der Matte liegt bei 3,1, was einer Bodentemperatur von ca. -4 Grad entspricht. Damit ist die Synmat Hyperlite trotz ihres unglaublich niedrigen Gewichtes von nur 330g in der getesteten M-Variante eine vollwertige 3-4 Jahreszeiten Schlafmatte.
Die Temperaturangabe ist absolut realistisch, ich habe bei Temperaturen von -5 Grad draußen geschlafen und es kam keine Kälte vom Boden her durch.

Natürlich fällt als erstes das Packmass der Matte auf. In Größe M ist das nicht viel mehr als eine Getränkedose! Und natürlich das Gewicht, das kleine Päckchen ist einfach wahnsinnig leicht. Die Synmats sind nicht selbstaufblasend, müssen also aktiv aufgeblasen werden. Das kann man mit dem Mund machen, sehr viel komfortabler und schneller geht es aber mit einer der Varianten, die Exped anbietet. Ich persönlich benutze die Exped Pillow Pump. Das ist ein kleines Kopfkissen, das gleichzeitig als Pumpe für die Matten von Exped dient. Damit ist die Matte in gut 30 Sekunden aufgeblasen. Alternativ gibt es noch die Mini Pump, eine reine Pumpe, die sehr klein und leicht ist oder den Schnozzel Pumpbag, der gleichzeitig als wasserdichter Packsack dient. Der Vorteil bei diesen Varianten ist nicht nur, dass es schneller geht, es gelangt auch keine feuchte Atemluft ins Innere der Matte.

Das Aufpumpen der Matte funktioniert am einfachsten und schnellsten zum Beispiel mit der Pillow Pump von Exped

Das Aufpumpen der Matte funktioniert am einfachsten und schnellsten zum Beispiel mit der Pillow Pump von Exped

Aufgeblasen ist die Matte also superschnell, das Einweg-Ventil verhindert ein Entweichen der Luft. Dann kann man sich also in Ruhe betten.
Die Synmat Hyperlite ist ganze 7 cm dick, es liegt sich also ganz wunderbar bequem und gemütlich. Die Matte passt sich sehr gut dem Körper an, egal, ob man auf dem Rücken oder auf der Seite liegt.

Natürlich kann man sich nicht mehr ganz so frei auf der Matte herumwälzen, denn die konturierte Form sorgt dafür, dass man doch recht gerade liegen muss, damit die Füße nicht seitlich der Matte auf dem Boden landen. Damit muss man leben, aber angesichts des extrem leichtes Gewichtes ist es auch klar, dass eine solche Matte kein Bett-Ersatz sein kann. Ein weiterer positiver Effekt ist die schnelle Erwärmung der Matte. Schon nach kurzer Zeit spürt man ein wohliges Gefühl am Rücken, ein Umstand, der der Füllung zu verdanken ist. Angenehm ist auch der Oberstoff, der sich sehr seidig anfühlt und nicht das typische kalte Plastikfeeling von anderen Matten hat. Die Synmat Hyperlite ist zudem eine ganz leise Matte, die nicht knistert oder knackert.

Nach einer gut durchschlafenen Nacht geht es am nächsten Morgen ans Zusammenpacken. Auch das geht sehr schnell, dank des pfiffigen Entlüftungs-Stäbchens ist die Luft in Nullkommanichts aus der Matte wieder draußen und man kann sie ganz einfach zusammenrollen.

Das Ablassen der Luft geht  ganz fix, indem man das Entlüftungsstäbchen in das Ventil klemmt

Das Ablassen der Luft geht ganz fix, indem man das Entlüftungsstäbchen in das Ventil klemmt

Fazit

Die Synmat Hyperlite von Exped ist die konsequente Weiterentwicklung der Serie in Richtung ultraleicht. Wer eine wirklich leichte aber bequeme Matte sucht, die 3-Jahreszeitentauglich ist und ein kleinstes Packmass hat, kommt an der Hyperlite kaum vorbei. Sie ist nicht nur was für Leichtgewichtstrekker, ich sehe besonders Tourenradler, die sehr auf die Packmasse des Equipments achten müssen als perfekte Zielgruppe. Wem die Matte zu schmal ist, kann auf die mittlere MW-Variante zurückgreifen, die von der Länge gleich, aber 13 cm breiter ist. Oder gleich auf die LW-Variante, die nur 100g schwerer, dafür aber satte 17 cm länger und 13 cm breiter ist.

Text & Fotos: Guido Schwarz

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