Solarlampen gibt es mittlerweile viele, die LITTLE SUN ist dennoch eine ganz besondere. Denn sie wurde nicht nur von einem der renommiertesten zeitgenössischen Künstler, Olafur Eliasson, und seinem Partner, dem Ingenieur Frederik Ottesen entworfen und entwickelt, dahinter steht ein ganzes tolles Konzept, mit dessen Hilfe Licht in Gegenden ohne die Anbindung an Stromnetze gebracht werden soll. Dabei sollen lokale Vertriebsstrukturen aufgebaut werden, die den Menschen in diesen “Off-Grid”-Gebieten ein Einkommen ermöglichen.

Die Lampe

Die LITTLE SUN ist zunächst eine wunderschön gestaltete Solarlampe, mit der man die Verwendung von Batterien vermeidet und somit einen kleinen Beitrag leistet, ein paar Batterien weniger zu verbrauchen. Technisch ist sie auf dem allerneuesten Stand: Das Solarpanel gehört zu den effizientesten am Markt und kommt von der Firma SunPower aus Deutschland. Die LED kommt von Osram und hat eine Leuchtkraft von 40 Lumen. Die Lampe verfügt über zwei Leuchtstufen. Mit der niedrigen Stufe erreicht die LITLLE SUN eine Leuchtdauer von 10 Stunden, die hohe Stufe reicht für 4 Stunden Licht. Gespeichert wird die Energie in drei AAA- 1,2V Ni-MH Akkus mit je 600 mAh. Diese Akkus sind austauschbar.

LITTLE SUN

LITTLE SUN

Das Gehäuse ist aus robustem ABS-Kunststoff, der sehr UV-beständig und wetterfest ist. In den “Blüten” der Lampe befinden viele Löcher, durch die man in allen möglichen Varianten eine Schnur fädeln kann. Damit kann man die Lampe auf jede erdenkliche Weise befestigen. Zum Lieferumfang gehört auch ein gelbes Band, das man genauso durch die Löcher fädeln kann.

In der Praxis funktioniert die Lampe hervorragend. Die Leuchtstufen reichen aus, um damit zu lesen, als Zeltlampe, man kann sie auch sehr schön als Ambilights im Garten benutzen oder als Nachtlicht für das Kinderzimmer. Das Solarpanel ist wirklich gut, selbst bei wolkigem Himmel lädt es den Akku innerhalb weniger Stunden zuverlässig auf.

Der Hintergrund

Olafur Eliasson und Frederik Ottesen hatten bei der Entwicklung der Little Sun die Vision, bezahlbares Licht auf eine nachhaltige Weise in die Off-Grid-Areas überall in der Welt zu liefern, wo kein kein Stromnetz verfügbar ist. Man schätzt, dass heutzutage 1,6 Milliarden Menschen keinen Zugang zu Strom haben. Eine fast unvorstellbare Zahl. Sie wollten eine Lampe entwickeln, die zuverlässig und effizient Licht spendet und auf vielfältige Weise zu verwenden ist. Sie sollte ein unverwechselbares Design haben und jeder sollte sie sich leisten können. Zu angemessenen Preisen verkauft sollte sie die traditionellen Lichtquellen wie Kerosinlampen ersetzen. In vielen Teilen der Welt gehört Kerosin zu den üblichen Brennstoffen für Lampen. Es ist zwar relativ günstig, aber auch sehr gesundheitsschädlich und gefährlich. Und eine Little Sun ist im Vergleich über zwei Jahre bis zu 90Prozent günstiger als Kerosin-Beleuchtung!

So entstand die Idee zu Little Sun. Eine Solarlampe, die tagsüber vollkommen kostenlos durch Sonnenenergie aufgeladen werden kann und abends lange genug Licht spendet. So können auch neue soziale Räume entstehen: Kinder Ihre Schulaufgaben erledigen und lernen, es kann gekocht werden, Menschen können zusammenkommen.

Little Sun als Beleuchtung zum Lernen - Foto: Maddalena Valeri

Little Sun als Beleuchtung zum Lernen – Foto: Maddalena Valeri

Eliasson und Ottesen wollen die Lampen aber nicht einfach verschenken oder über eigene Vertriebskanäle verkaufen, sie wollen mehr erreichen. Die Lampe soll so viel kosten, dass sie sich jeder leisten kann. Die Menschen vor Ort können ein kleines Geschäft eröffnen, sie in einem vorhandenen Geschäft verkaufen, einen eigenen Vertrieb gründen oder andere Geschäftsmodelle entwickeln und damit ihren Unterhalt verdienen. Olafur Eliasson und sein Partner entwickelten ein nachhaltiges Konzept, das auf langfristige Ziele ausgerichtet ist. So werden die Lampen weltweit in Industrieländern zu normalen Preisen verkauft, ein großer Teil des Umsatzes wird für die Entwicklung der Vertriebsstrukturen in den Off-Grid-Areas verwendet. Mittlerweile wird die Little Sun in der EU, den USA, Japan, Australien und Kanada verkauft. Und mit jeder verkauften Little Sun investiert der Käufer in den Aufbau von lokalen Vertriebsstrukturen in Gebieten ohne Stromversorgung.

Man ist nun dabei, den Vertrieb in den Entwicklungsländern aufzubauen. Die Lampen kosten dort etwa die Hälfte des hiesigen Preises. Zum jetzigen Zeitpunkt wird die Lampe in Zimbabwe, Uganda, Kenia, Burundi, Senegal, Äthiopien und Südafrika verkauft. In diesen Ländern bemüht sich Little Sun, lokale Partner zu finden, die die Little Sun verkaufen und vertreiben. Dazu werden die Menschen vor Ort geschult, um zu lernen, wie man ein Geschäft führt. Sie bekommen ein Startkapital in Form von Little Sun Lampen, so dass sich langsam ein Geschäft entwickeln kann.

Little Sun Verkauf in Afrika - Foto: Michael Tsegaye

Little Sun Verkauf in Afrika – Foto: Michael Tsegaye

Außer dem Verkauf der Lampen in den Industrieländern versuchen die Macher von Little Sun parallel durch spezielle Kunstprojekte und Events rund um den Globus zusätzliche Gelder für das Projekt zu generieren. Diese Gelder werden dafür verwendet, den lokalen Vertrieben oder Geschäften Startkapital zur Verfügung zu stellen und Schulungen zum Start eines Geschäftes durchzuführen.

Und last but not least bekommt man mit der Little Sun ein Stück echte Kunst ins Haus – die kleine gelbe Lampe ist Teil der Design Sammlung im Centre Pompidou und wurde für einige Design Awards nominiert, unter anderem für den Design Museum’s 2013 Designs of the Year Award! Die Einführung der Little Sun fand in der renommierten Tate Gallery in London statt!

Wir finden das ein ganz tolles Projekt, es ist stimmig und es ist mutig. Die Lampe ist Klasse, sie funktioniert tadellos und ist extrem hochwertig verarbeitet. Das Projekt dahinter ist ein richtiger Schritt in die richtige Richtung. Wir unterstützen es sehr gerne durch den Verkauf der Little Suns und hoffen sehr, dass wir auch euch davon überzeugen konnten! SPREAD THE WORD!

 

Die LITTLE SUN sicher online bestellen bei www.outdoorshop.de

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Text: Guido Schwarz